Tschüssn!

So, Frau K. und ich, wir sind dann mal weg, die nächsten paar Wochen über.

Und dieses Mal kommt das komplette Rudel mit… das heißt, Candor wird auch nicht in Vertretung bloggen können.

Deshalb möchte mich hiermit an dieser Stelle von allen alten und neuen Lesern verabschieden, und mich ganz herzlich für die Besuche und die motivierenden Kommentare bedanken.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich aber bei denjenigen, welche die Musik anhören bzw. angehört haben. Und insbesondere für diese habe ich zu diesem Anlass einen obskuren Track ausgegraben (und für die notorischen Unbekannte-Musik-Ignoranten natürlich prinzipiell auch, aber die haben vor 23 Wörtern eh schon zu lesen aufgehört).

„All That Love“ schrieb ich vor noch gar nicht so langer Zeit nicht für sondern vielmehr über einen ehemals engen Freund, der im Folgenden M. genannt werden soll.

M. war für mich da gewesen, als es mir sehr schlecht ging. Er und seine Familie waren unglaublich lieb und fürsorglich zu mir und hatten jederzeit ein offenes Ohr für mich… oder eine Flasche Wein, die man zusammen leeren und ein Sofa, auf dem ich daraufhin übernachten konnte. Ich weiß noch, wie mich diese selbstverständliche Liebe und Sympathie zu gleichen Teilen schier übermannte und auch neidisch machte – meine eigenen Beziehungsgeschichten waren zu jenem Zeitpunkt einfach nur eine einzige große und komplizierte Katastrophe gewesen.

M. war einer meiner ersten neuen Freunde nach meinem Umzug aus Heidelberg ins Rheinland; er war einer der ersten aus dem Rheinland (von Laura natürlich mal abgesehen), die sich für meine Musik interessierten, und er wurde in der Folgezeit zu einem großen Fan von Botany Bay. Und er war einer, mit dem man ebenso philosophieren als auch Pferde stehlen konnte; einer, von dem ich dachte, es würde nie irgendwas zwischen uns kommen.

Hätte ich damals einen Song geschrieben, in dem es um ihn gegangen wäre, er hätte es sofort gemerkt, vermutlich noch vor mir selbst.

Etwas über 11 Jahre später haben wir kaum noch Kontakt. Wir haben uns schlicht und einfach aus den Augen verloren. Ich bin deshalb nicht etwa eingeschnappt… das Leben (und insbesondere mein Leben) tut nun mal derlei Dinge, und ich war noch nie besonders gut darin, Kontakt zu halten. Die Familie, die mich damals unter ihre Fittiche genommen hatte, gibt es in dieser Form nicht mehr… ebenfalls der Lauf der Dinge, gegen den ich nur schwerlich etwas einwenden könnte, mit all den Brücken, die ich hinter mir abgerissen habe.

Und die Musik… nun ja. „All That Love“ war eines der letzten Stücke, die ich mit Steffi vor ihrem zeitweiligen Ausstieg aufnahm. Als ich es zum ersten Mal auf Soundcloud veröffentlichte und im (damals noch existenten) Botany Bay Blog verlinkte, hatte Botany Bay bereits den Großteil seiner Hörerschaft eingebüßt; als Feedback gab es dann auch den damals üblich werdenden einsamen Like auf Soundcloud, und die ebenso üblich werdenden ein bis zwei Kommentare auf dem Blog.

Nichts davon war von M. Er verfolgte meinen musikalischen Werdegang schon seit geraumer Zeit nicht mehr.

Ich schickte ihm den Link irgendwann mal per SMS, und es kam zurück, es sei prinzipiell ein guter Song, aber viel zu langsam, ihm sei nach etwas Schnellerem. Dass er selbst Thema des Songs war, das hatte er nicht bemerkt.

Ich bin, wie gesagt, nicht böse. Ich bin traurig, dass gute Zeiten vorbeigehen. Dass die Dinge endlich sind. Aber so ist es nun mal, und vielleicht ist das auch die Lehre, die wir aus diesem Song und der Geschichte dazu ziehen sollten: Haltet euch fest, habt euch lieb, macht tolle Sachen miteinander, genießt die kurze Zeit, die wir auf dieser Erde haben… und macht was daraus.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten und bis nächstes Jahr!

all that love

do you remember how you took me in?
you gave me shelter from the cold
you sat by my side and listened
when there was no one else around
i still remember all the warmth you gave
out of that different world of yours
orange glistening autumn river
flowing on forevermore
and you’ll never know
how much i envied you

for all that love
for all that love

for all that love
for all that love

and i remember how you listened
to all the songs we used to sing
you were so different from the others
who just could not feel a thing
now people might pat you on the back
but they don’t know who you are
and they forget you all too easily
looking for some brighter star
and you’ll never know
how much i envied you

for all that love
for all that love

for all that love
for all that love

for all that love
for all that love

Neuer Mitbewohner

Naja, neu, was heißt neu… vermutlich wohnt er schon länger hier als wir, und vermutlich hat er jede Menge Menschen kommen und gehen sehen.

Aber wir haben ihn auf jeden Fall erst vor einigen Wochen entdeckt und –seitdem wir wissen, wo er wohnt – immer mal wieder getroffen. Gestern Abend hatte ich dann endlich mal die Muße, ihn zu fotografieren…

Zumindest Candor hat übrigens gebührenden Respekt vor ihm. Vermutlich hat er schon Erfahrungen mit Feuersalamandern gesammelt. Bei Buba wissen wir’s noch nicht, deshalb wird sie im Zweifelsfall an die kurze Leine genommen… 😉

War ganz toll, hätte nicht sein müssen

2018 war ein Jahr der Gegensätze.

Es sind Dinge geschehen, die mich sehr glücklich machen… aber auch solche, die bei mir vermutlich auch in Jahren noch verständnisloses Kopfschütteln auslösen werden. Gegebenheiten, die mich durchaus Hoffnung schöpfen lassen und Erfahrungen, bei denen ich allmählich resigniere.

Es wird Zeit, eine alte Tradition wieder aufleben zu lassen, und meine persönliche Liste mit Tops und Flops aus dem Jahre 2018 ins Netz zu stellen.

Das Schöne an solchen Listen ist – selbst wenn die „Flops“-Seite dazu verleitet, Gift und Galle zu spucken, so hat man doch gleich auf der linken Seite etwas dazu stehen, was einem sagt: „Siehst Du wohl… ist gar nicht so schlimm“.

Trotzdem, für das nächste Jahr, mehr links und weniger rechts… wäre mir sehr lieb.  

War ganz tollHätte sowas von überhaupt
nicht sein müssen
❤️ Frau K. ❤️Menschen, die sich für etwas
Besseres halten.
Das beste Hunderudel der Welt
Den ganzen Sommer lang
erfolglos nach einem neuen
Zuhause suchen.
Cosi!Herzwürmer bei Candor
Candors vollständige GenesungRathaus Bad Honnef
Picknick-Abende
auf der Dorfwiese
(mit Blutmond-Extra!)
Den Geburtstag allein verbringen
Reiten lernen!Renate Weber Immobilien
„Thanksgiver“ veröffentlichen„Thanksgiver“ verkaufen müssen
Das Blog neu startenDrei Herzchen für Chrissie
Mit netten Menschen lange
Sommernächte auf der 
Pferdewiese verbringen
Twitter
Beim besten Brötchengeber der 
Welt angestellt sein.
Kunden, die uns einen Sommer
lang durch brennende Reifen
springen lassen.


Nenn mich altmodisch…

Hey, Apple, altes Haus, nenn‘ mich altmodisch, aber

  • ich würde gerne neue Programme installieren statt mir irgendwelche Apps zu holen. „Holen“ tut man sich einen Schnupfen, oder die Pest oder ne Flasche Bier aus dem Kühlschrank. Und „Apps“ ist im Jahre 2018 das Wort für „so ein bisschen wie ein richtiges Programm von früher, aber in klein und billig, und deshalb müssen wir euch auch nicht dafür bezahlen“ (mein Brotjob ist App-Entwicklung; ich weiß leider sehr gut, wovon ich rede)
  • es ist schön, dass es den Dunkel-Modus jetzt endlich gibt, aber ich kann mich erinnern, Dich danach schon vor knapp 17 Jahren gefragt zu haben. Und irgendwie antwortest Du nie, wenn man Dich nach etwas fragt, und unter anderem deshalb….
  • …habe ich Dir auch nie das „Du“ angeboten. Aber
  • wenn Du mich schon mich schon unbedingt mit ‚Du‘ anreden musst, dann wäre Großschreibung echt toll. So vong Respekt und Höflichkeit her. Und außerdem 
  • hätte ich den ganzen Kram gerne nicht immer wieder ungefragt auf meinem Desktop. Wenn ich sowas wollte, dann hätte ich mir genau so gut einen PC mit Windows zulegen können.