Mission beinahe erfüllt

Mein guter Kumpel, das neugierige Alien aus der fernen Galaxie, sitzt immer noch auf seinem geheimen Beobachtungsposten im Siebengebirge, und ist weiterhin damit beschäftigt, alles über die Menschheit zu lernen.

Ein wenig traurig ist mein Alien inzwischen schon… weil es weiß, dass es diese Welt nun schon bald wieder verlassen werden muss. Aber es versteht die Menschheit jetzt viel besser. Es versteht, dass diese Spezies ganz einfach untergehen möchte. Und selbst wenn es einen Mund zum Reden hätte, oder Hände, um seine Warnungen aufzuschreiben, so würde die Menschheit ihm doch keine Beachtung schenken, auch das versteht es.

Das Einzige, was ihm noch immer nicht klar ist: Warum die Menschen weiterhin eifrig Kinder in eine Welt setzen, die sie ihnen mit großem Eifer zur Hölle machen… und wie sie dabei weiterhin behaupten können, diese Kinder über alles zu lieben.

Aber es ist zuversichtlich, dass es die Antwort darauf in den wenigen verbleibenden Jahren auch noch finden wird.

4 Antworten auf „Mission beinahe erfüllt“

  1. >>>
    und wie sie dabei weiterhin behaupten können, diese Kinder über alles zu lieben
    <<<

    … schuldig im Sinne der Anklage.

    Dieses Verhalten beruht wohl auf der Hoffnung, dass es unsere Kinder besser tun werden als wir: war es unseren Großeltern noch ein Anliegen, ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen als sie selbst hatten, bleibt uns die Hoffnung, dass unsere Kinder ihren Kindern eine bessere Welt hinterlassen als wir das wohl tun werden.

  2. Mensch!

    Da bist Du ja noch. Da seid Ihr ja noch! Buba, Frau K., Botany Bay, die wunderschönen Bilder und auch die ihnen um nichts nachstehenden Texte. Eigentlich hätte ich gerne „You won’t find me on Facebook“ liken, äh: kommentieren wollen. Aber da war zu.

    Hier passt’s jetzt nicht so richtig hin, aber ich wollte unbedingt mal „Tach“ sagen!

    Mein Facebook-Account ist seit einer Woche endlich deaktiviert, löschen schaffe ich auch noch, denn eigentlich war es – natürlich! – ganz leicht. Ich musste dann aber gleich meinen FeedReader reaktivieren, sonst habe ich doch tatsächlich das Gefühl, etwas zu verpassen. Denn letztendlich war Facebook am Ende nur so eine Art gar nicht funktionierender FeedReader, der mich mit Nachrichten versorgte.

    Viel anderes gab es dort für mich nicht mehr: Die meisten Menschen, mit denen ich gerne über ein wie auch immer geartetes Netzwerk in Kontakt geblieben wäre, waren sowieso nicht bei Facebook. Kommentare durchlesen mochte ich schon lange nicht mehr, geschweige denn selbst kommentieren und die Trolle füttern. Geburtstagsglückwünsche verschicken? Mäh! Selbst was posten – wofür? Und als ich mich dabei ertappte, wie ich meist bei irgendwelchen dusseligen Videos hängenblieb…

    Jetzt geht’s mir besser. Der FeedReader ist schon wieder viel zu voll – aber eben auch gehaltvoll. Und Eure Blogs hat er mir auch wieder ins Bewusstsein gespült, sehr schön. Ich habe die letzte „Botany Bay“-Veröffentlichung verpasst. Und Du hast Deine Schilddrüse abgegeben. Übrigens wohl halbwegs zeitgleich mit meiner Frau, die auch ordentlich zu kämpfen hatte – seltsam-zentrales Organ.

    Genug „Tach“ für heute. Ich stöber‘ noch ein bisschen rum. Grüß mir die Frau!
    Micha

    1. Hey, Micha! Es gibt Dich noch! 🙂 Freut mich sehr, hier von Dir zu lesen! 🙂

      Tja, wenn ich ehrlich sein soll… ich hab all meine Netz-Aktivitäten in den letzten Monaten ganz bewusst sehr zurück gefahren… und überlege mir jeweils sehr gründlich, ob ich überhaupt etwas schreiben soll.

      Ich mache gerade mit meinem neuen Musikprojekt ein paar live-Sachen und achte dabei peinlichst genau darauf, dass nichts davon ins Netz kommt; tatsächlich tut mir diese richtige, ‚offline‘ Welt da draußen gerade tausendmal besser als die Online-Variante. Den Twitter-Account habe ich auch dicht gemacht (nachdem sich jemand darüber beschwert hatte, dass er mich nicht die ganze Zeit ‚rumnölen‘ hören möchte)… es macht das Leben echt besser. Also meines zumindest.

      Mit der Schilddrüse war’s auch ein ziemliches Auf und Ab, aber inzwischen ist eigenltich alles ziemlich gut. Man braucht leider ein bisschen Geduld für das alles…

      Auf jeden Fall, ich freu mich riesig, dass es Dich noch gibt, und wer weiß, vielleicht schreib ich hier in nächster Zeit ja mal wieder was… da haben wir es wieder, mein Grundproblem… Publikum ist irgendwie sehr motivierend 😉

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