Hallo, ich bin Stephan und dies ist mein privates Weblog.

Ich wohne zusammen mit meiner lieben Frau K., zwei großartigen Hunden (Buba K. und Candor K.) und sieben Landschildkröten in einem kleinen Hexenhäuschen im schönen Naturpark Rhein-Westerwald, mache Musik, fotografiere, schreibe Programme, pflege Pferde (und Esel, und Ziegen…), tja, und ab und zu blogge ich über all das.

Dieses Blog und ich

Ich blogge seit über 20 Jahren. Nun ist es mit Blogs aber so ähnlich wie mit der Musik und mit dem Rest vom Internet: Eine zeitlang war alles toll und kreativ, es herrschte Aufbruchstimmung, und viele viele Menschen haben mitgelesen und kommentiert. Dann kamen Mark Zuckerberg & Co., verwandelten das WWW in ihre persönliche Gelddruckmaschine und machten alles kaputt. Inzwischen sind die Leute alle auf Instagram und Facebook und Twitter, gucken Werbung, lassen sich influänzen und finden das noch nicht mal komisch.

Mit dem „Siegeszug“ von Facebook & Co. wurde es stiller und stiller um Blogs, und auch hier nahm die Leserschaft immer mehr ab. Momentan habe ich null bis fünf Besucher am Tag – was auch der Grund war, warum ich eine zeitlang mit dem Gedanken spielte, dieses Blog stillzulegen. Aber hey, auf der anderen Seite habe ich hier etwas Besonderes. Nicht nur eine Art persönliches Tagebuch ganz ohne Werbung, Schwurbler, Nazis und Influänzer, sondern auch eine Erinnerung daran, wie das Internet war, bevor es die falsche Ausfahrt nahm.

Und wer weiß, vielleicht gibt’s auch irgendwann mal wieder mehr Besucher, und vielleicht kommentiert auch mal wieder jemand was. Zwicker zwinker. Nudge nudge! Know what I mean? Know what I mean? Say no more!

Schall und Stille als Zeitschrift

Weil die Sache mit dem Bloggen nun mal so ist wie eben dargelegt, und weil mir Facebook bislang nicht den Gefallen getan hat, sang- und klanglos unterzugehen, kam mir irgendwann die Idee, eine Zeitschrift rauszubringen. Weiterhin kam mir die Idee, dass ich diese Zeitschrift einfach an alle verteile, die sie haben wollen – vorausgesetzt der/diejenige entrichtet eine Spende an die Tara Tierhilfe (oder einen beliebigen anderen wohltätigen Verein).

Gesagt, getan, im August 2021 gab es die erste Ausgabe von „Schall und Stille“, und sie wurde ein voller Erfolg. Damit meine ich: Menschen lesen sie, ich bekomme Feedback und Motivation, die Tara Tierhilfe freut sich über Spenden, und die erste Ausgabe ist vergriffen. Und weil mir das alles sehr viel Spaß gemacht hat, wird es garantiert eine zweite (und hoffentlich auch dritte, vierte undsoweiter ;)) Ausgabe geben.

Musik und ich

Einige meiner Leser kennen mich noch in meiner Rolle als Produzent, Keyboarder und Mastermind eines Musikprojektes namens Botany Bay. Die über 20jährige Geschichte von Botany Bay ist zu lang und zu facettenreich, als dass ich sie hier in ein paar Sätzen abhandeln könnte. Zusammengefasst kann man sagen, dass dieses Projekt sehr lange synonym mit meinem Leben war. Eine zeitlang waren wir vergleichsweise hübsch erfolgreich, dann kamen Krankheit und Tod meiner Eltern dazwischen, und als wir wieder Musik machten, wollte uns niemand mehr hören. Unser letztes Album hieß „Thanksgiver“, es war unser bestes, und ich ging pleite damit. Es ist trotzdem ein prima Album. Ich mag es sehr.

Pferde und ich

Bis zur Veröffentlichung von „Thanksgiver“ war ich immer der Überzeugung gewesen, es sei meine Bestimmung in diesem Leben, der Welt schöne Musik zu schenken. Aber gerade als die Welt sich anschickte, meine Künstlerseele vermittels der Rezeption unseres letzten Albums mit einem urgewaltigen Tritt in ein tiefes Loch zu schubsen, da tauchten auf eine wundersame Art und Weise Pferde (und alle möglichen anderen Tiere auch) in meinem Leben auf – und hinderten mich daran, weiter zu fallen. Erst in Gestalt unseres zeitweiligen Pflegepferdes Cosi, und dann in Form von Lucky und Luna und unserer ehrenamtlichen Betätigung bei der Tara Tierhilfe e.V.

Pferde haben mir auf eine Art und Weise geholfen, die ich nicht in Worte fassen kann. Ich hoffe aber, einige der Bilder auf diesen Seiten geben ein bisschen eine Vorstellung davon. Die Dankbarkeit eines einzelnen Pflegepferdes gibt mir mehr Erfüllung als jeder Applaus dieser Welt. Ich wünschte, ich hätte das früher schon gewusst, aber es ist nie zu spät.

(oben im Bild: Cosi, das allerliebste, schönste, netteste, liebevollste und verständnisvollste Pferd der Welt. Auf ihm durfte ich reiten lernen, er ist im Januar 2021 von uns gegangen, und ich werde ihn nie vergessen)