In Memory Of Liza

Eigentlich wollte ich hier einen großen, umfassenden Artikel darüber schreiben, wie unsere Zeit im Wesertal war und wie mein Offline-Album-Projekt vorankommt, und was ich mir sonst so an Gedanken über die Welt und meinen Platz darin mache.

Doch leider erfuhren wir nach unserer Rückkehr, dass Bubas beste Freundin Liza während unseres Urlaubs völlig überraschend verstorben ist.

Weil ich selbst mal einer war, ist es mir durchaus bewusst, dass Nicht-Hundemenschen es unter Umständen nur schwer verstehen können, dass uns der Verlust von Liza nicht wesentlich anders berührt als der Verlust eines geliebten Menschen.

Aber genau so ist es.

Liza war eine ganz liebe und enge Freundin von uns.

Sie kam aus dem gleichen Ort wie Buba, war ungefähr in ihrem Alter, und es ist gut möglich, dass die beiden vor ihrem Leben in Deutschland gemeinsame Abenteuer auf den Straßen von Burgas erlebt haben. Vielleicht waren sie sogar verwandt – man wird es nie herausbekommen. Tatsache ist, sie waren beide Straßenhunde, und sie waren beide Mütter unter furchtbaren Voraussetzungen (die Anfänge von Lizas Geschichte lassen sich immer noch hier nachlesen).

Bemerkenswert ist, dass Buba sich mit anderen Hunden ganz allgemein schlecht verträgt. Insbesondere Hündinnen sind ein rotes Tuch für sie. Doch mit Liza war alles anders; die beiden hatten sich von Anfang an ins Herz geschlossen, genau so wie wir auch. Mit Liza blühte Buba richtiggehend auf und spielte und tollte, wie wir es bis dahin nicht für möglich gehalten hätten. Und auch mit Candor vertrug sie sich später ganz großartig.

Wir hatten viele schöne Momente und Abenteuer mit Liza, und doch waren es viel zu wenige. Womit wir bei einer Erkenntnis sind, die ich auch in meinem Artikel über das Wesertal und meine Musik geschrieben hätte: Das Leben ist so kurz und kostbar, wir dürfen nicht aufhören, das beste daraus zu machen.

Unsere Gedanken und unser tiefes Beileid sind bei Lizas Besitzern.


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