Es stellt sich raus, dass die Entscheidung, mein neues Album bei Submarine Broadcasting Co. zu veröffentlichen, ziemlich richtig war.

Seit seinem Erscheinen wurde „The Drunken Fisherman (and other stories)“ nun über vierzig mal käuflich erworben, in bisher fünf verschiedenen Podcasts/Webradios vorgestellt, wenigstens eine „richtige“ Radiosendung wird noch folgen, von den Booklets ist mehr als die Hälfte weg keines mehr übrig, und insgesamt drei Hörer haben mir persönlich eine Mail geschrieben und Feedback gegeben, teilweise sehr emotionales.

Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas im Internet des Jahres 2022 noch möglich ist.

Jetzt könnte man natürlich sagen: „Äh… Du, Stephan, schau Dich mal auf youtube und TikTok um – jeder drittklassige Ì̸̢nflu̷änze̶͐͜r̶͉̾ bekommt dort mehr Aufmerksamkeit und Geld, wenn er zwölf Sekunden lang in schlechter Grammatik über seine letzte Defäkation plaudert“

Das ist richtig, aber darum geht es nicht. Für mich ist es nach dem Red Wedding Thanksgiver einfach sehr wohltuend, zu wissen, dass meine Musik wieder ein bisschen in die Welt hinaus getragen wird.

Der ganz große Erfolg braucht es nicht sein. Es muss nicht die ganze Welt auf mich aufmerksam werden, und es müssen auch keine lang verschollenen Bekanntschaften plötzlich aus der Versenkung auftauchen und in Interviews erzählen, dass sie selbstverständlich schon immer wussten dass ich es mal schaffen würde, dass sie mich immer unterstützt hätten, und dass ich Song XYZ nur für sie geschrieben hätte. Ich glaub das fänd ich viel zu widerwärtig.

Aber ein bisschen was, das ist wirklich nett. Und richtig froh bin ich, wenn eine Komposition von mir in so einer wunderschönen Playlist wie der von The Moderns landet. In so guter Gesellschaft zu sein, das hat schon was. Ich hätte so oder so weiter gemacht, aber so ist die Motivation tatsächlich noch mal ein gutes Stück höher.

In diesem Sinne, zurück ins Studio 😉