In der Schule lernen wir von vergangenen Dynastien, von Kaisern und Königen, die sagenhafte Macht hatten, unglaublichen Reichtum ansammelten und in gottgleicher Selbstverständlichkeit über das Schicksal von ganzen Kontinenten entschieden, inklusive der sagenhaften Gräueltaten, die mit solchen Entscheidungen kommen.

Liest man in den Geschichtsbüchern, so kommt einem das alles sehr weit weg vor, insbesondere wenn man all unsere Errungenschaften der letzten 100 Jahren in Betracht zieht.

Aber Tatsache ist, dass es diese Kaiser und Könige immer noch gibt, dass wir sie feiern und verehren, und dass sich nichts geändert hat. Das ging mir wieder einmal auf, als ich einen Bericht darüber las, wie Elon Musk den Ukrainern vielleicht Starlink abdrehen möchte. Und dann vielleicht doch wieder nicht.

Und so kommt der erste Song für das neue Projekt zustande, der ganz einfach „Kings“ heißt. Er entstand einen Tag vor meiner Knie-OP, aus der Tatsache heraus, dass ich den ganzen Tag damit verbrachte, auf meinem wieder zum Leben erwachten Korg Trident herum zu improvisieren.

Er besteht aus zwei Spuren Trident (Fläche + Bass, und was für ein Bass, Leute!), Drumcomputer und Gesang – und es hat sein Gutes, dass ich gerade nicht ins Studio hochkomme um daran weiter zu arbeiten, denn ich denke, ich werde ihn genau so minimalistisch halten wie er jetzt ist.

Momentan besteht der Gesang noch aus „guide vocals“ von mir; bin mir noch nicht sicher, ob eventuell Nicole oder Suse das Ding singen werden, oder ob ich’s selbst „richtig“ einsingen werde, aber auf jeden Fall:

Der Anfang ist gemacht.

Hier ist schon mal der Text:

Kings

There are kings deciding
On the stuff that you can buy
On what is good and what is evil
On what is true and what’s a lie
Though there are walls of concrete
There are shooting stars at night
And there are kings making sure that
You don’t get blinded by their light

There are kings presiding
Over the stuff you’re taught at school
And if you don’t fit into their mold
They’re gonna make you their next fool
There are people, lost and homeless
Driven away and terrified
And there are kings deciding
If they live or if they die