Das Mädchen am Telefon (9/10)

<- zu Teil 8

IX.

Auf der Heimfahrt machte ich mich erstmals ganz realistisch mit dem Gedanken vertraut, keine Beziehung mehr mit Helena zu haben, und der Gedanke fühlte sich – vollkommen überraschend für mich – lange nicht so schlimm an, wie ich befürchtet hatte. All die letzten Monate über hatte ich gedacht, ein Scheitern der Beziehung wäre das Allerschlimmste, was mir passieren konnte, und mein Leben würde damit seinen Sinn verlieren und ähnliches mehr.

Tatsächlich aber war die Aussicht, dem Psycho-Horror endgültig zu entschwinden, befreiend und verheißungsvoll... und zum ersten Mal seit vielen Wochen schlief ich ruhig und tief.

Am nächsten Tag, es war ein Freitag, saß ich schließlich irgendwann an meinem Schreibtisch... ich dachte, meine Gedanken zu Papier zu bringen würde mir eventuell helfen, das Geschehene zu verarbeiten und besser zu verstehen. Ich kritzelte ein paar Stichworte auf einen Zettel, schmiss den Zettel weg, fing von vorne an, ein paar mal... bis schließlich das Telefon läutete. „Das Mädchen am Telefon (9/10)“ weiterlesen

Das Mädchen am Telefon (8/10)

<- Zu Teil 7

VIII.

Viele weitere Wochen waren ins Land gezogen.

Wochen, in denen Helenas Besessenheit mit Martina und Nicole noch viel stärker gworden war... sehr viel stärker als vor unserer Reise nach Bayern.

Dabei war es nach dem alten Muster weitergegangen, nur noch tausendmal intensiver: Sobald Helena den Versuch unternahm, wieder etwas Freiraum für ihr eigenes Leben zu gewinnen, so ereignete sich an einem der nächsten Tage bei Martina und/oder Nicole die nächste große Katastrophen-Geschichte – wobei diese Geschichten wilder und wilder wurden, bis zu einem Punkt, an dem ihrem einer Mischung aus Daily Soap, "Tatort" und Nachmittags-Talk entsprungen zu scheinenden Inhalt kein einigermaßen vernünftiger Mensch Glauben schenken konnte.

Außer Helena.

Eine dieser Geschichten war diese:  „Das Mädchen am Telefon (8/10)“ weiterlesen

Das Mädchen am Telefon (Teil 7/10)

<- zu Teil 6

VII.

„Ach Du Schande!“ entfuhr es meiner Therapeutin, und sie bedeckte vor Schreck ihr Gesicht mit den Händen.

Derlei emotionale Ausbrüche waren zumindest von Therapeutenseite in unseren Sitzungen eher ungewöhnlich.

Es waren seit Bayern mehrere Wochen vergangen, und meine Therapie hatte wegen Urlaub ebenfalls mehrere Wochen pausiert.

Die erste Sitzung nach dem Urlaub meiner Therapeutin verbrachte ich damit, sie auf den neuesten Stand zu bringen, ihr zu berichten, was inzwischen so geschehen war.

Und geschehen war dieses: Martina hatte sich wieder bei Helena gemeldet. Nicht einmal, sondern sehr oft. Nach und nach war Martina – mit Helenas fernmündlicher Beratung und Unterstützung – dahinter gekommen, dass bei Nicole und ihrer Mutter so einiges nicht stimmte, und irgendwann kam die Offenbarung von Nicole: „Das Mädchen am Telefon (Teil 7/10)“ weiterlesen

Der Herzchen-Report

Ich muss zugeben, das mit den Herzchen war ne ziemlich gute Idee.

Ich meine, ja, klar, ich schreib das hier im Prinzip größtenteils für mich und der Künstler muss sich selbst genug sein und das alles, aber es ist trotzdem sehr schön zu wissen, dass es von ein paar Menschen gelesen wird.

Was ich dabei bisher über mein Publikum gelernt habe:

  • Es sind anscheinend um die 10 Menschen (oder aber: es gibt noch eine geheimnisvolle Dunkelziffer, die das Klicken auf Herzen aus religiösen, weltanschaulichen und/oder politischen Gründen ablehnt)
  • Diese 10 Menschen finden es offensichtlich alle töfte, wenn ich süße Hundebilder poste. Und Landschaft und Natur gehen auch... dann springen zwei ab, aber immerhin.
  • Glorreiche 4-5 lesen noch mit, wenn ich schwierige Psychogeschichten aus meiner Vergangenheit erzähle. Oder vielleicht lesen auch alle 10 mit, aber es können nur 4-5 wirklich 'gut' finden, was mir damals widerfahren ist. Ich verstehe euch, ich finde es auch nicht gut, und meine Hunde gefallen mir auch wesentlich besser. Ich schreib' aber trotzdem weiter, weil ich das einfach erzählen muss, sorry.

Man weiss im Internet ja nie, ob jemand was ironisch meint. Oder ob hier in Wirklichkeit der Candor K. schreibt. Deshalb hier noch mal ganz ausdrücklich: Ich bin's, Stephan, und ich find das wirklich gut mit meinen 10 Lesern.

Mehr Resonanz hatte ich auf Twitter auch nicht... und dieses Blog hier hat den ganz enormen Vorteil, dass es mir gehört, und dass weder Donald Trump noch Frank Thelen noch irgendwelche Bitcoin-Schnullis, Lifestyle-Absahner, Content-Marketing-Nasen oder Nazis Zutritt dazu haben.

In diesem Sinne: Schön, dass ihr hier seid.


p.s.: Hey, Frank, hast Du gemerkt? Du hast es geschafft, Du bist jetzt endlich wirklich berühmt. Nicht nur, dass ich Dich nach all den Jahren endlich in meinem Blog erwähne; nein, Du wurdest auch noch mit Donald Trump in einem Satz genannt. Du kannst nun also getrost aufhören, im Fernsehen stattzufinden und unbescholtene Menschen in Büchereien mit Papp-Aufstellern zu erschrecken. Vielen, vielen, vielen tausend Dank!!!

p.p.s.: Wuff!

Das Mädchen am Telefon (Teil 6/10)

<- Zu Teil 5

VI.

„Es war so echt, Du kannst Dir nicht vorstellen, wie echt es war“, sagte Helena unvermittelt, löste ihren Blick von den Reflektionen im Wasser unter uns und schaute umher, als ob es irgendetwas gäbe, woran sie sich hätte festhalten können, irgend einen Schalter, den sie hätte umlegen können, ein Seil, an dem sie hätte ziehen können, damit die ganze Geschichte wieder einen Sinn ergab. „Das Mädchen am Telefon (Teil 6/10)“ weiterlesen

Das Mädchen am Telefon (Teil 5/10)

< zu Teil 4

V.

An einem heißen Samstag im Spätsommer machten wir uns also in Helenas altem VW Polo auf die Reise nach Bayern – ausgerüstet mit Karten, Proviant und einem schicken Nokia-Handy, das sich Helena extra zu diesem Anlass gekauft hatte (man erinnere sich, es war um die Jahrtausendwende, und bis dahin hatte niemand von uns beiden ein Mobiltelefon besessen).

Wir wechselten uns beim Fahren ab, gingen noch mal genau durch, was unsere Optionen waren und wie wir uns verhalten würden.

Klar war, Helena würde Nicole an einem noch zu vereinbarenden Treffpunkt abholen, und sie würde erstmal allein den Kontakt herstellen, damit Nicole nicht etwa aus Angst einen Rückzieher machen würde.

Ich hatte ein mulmiges Gefühl bei der Sache. Meine Therapeutin hatte mir dringend dazu geraten, mich auf keinen Fall ebenfalls in diese Geschichte mit reinziehen zu lassen, und dennoch hatte ich genau das getan.

„Danke, dass Du bei mir bist“, sagte Helena irgendwann während der Fahrt noch mal zu mir. „Ich würde das allein nicht durchstehen“. Sie schaute mir in die Augen, und da war kein Hintergedanke, kein Analysieren, kein Beobachten meiner Reaktion, keine Angst, etwas falsches zu sagen, kein auf der Lauer liegen.

Sie klang beinahe wieder wie früher, und es war zwischen uns beinahe wieder wie früher. Wir unternahmen zusammen etwas, mit einem gemeinsamen Ziel… ohne dass vermeintliche unerforschte Wunden aus der Kindheit oder sonstiger pathologisierter Psychoquatsch zwischen uns stand.

„Das Mädchen am Telefon (Teil 5/10)“ weiterlesen

Das Mädchen am Telefon (Teil 3/10)

< zu Teil 2

III.

Zum Glück blieb das Telefon still. Aber unser Wochenende war im Eimer, und obwohl ich das größte Verständnis für Helenas Situation hatte, wurden die Dinge zwischen uns nicht einfacher. Durch Helenas Mühe mit ihrer Diplomarbeit hatten wir die Wochen zuvor schon äußerst wenig Zeit füreinander gehabt, und jetzt war da nochmal etwas Neues, was uns noch mehr Zeit wegnahm.

Wobei ich damals schon lange gelernt hatte, mein Bedauern bezüglich derartiger Umstände schön für mich zu behalten – die Gründe dafür werden wir im Laufe der Geschichte noch erfahren.

Wie schon erwähnt war ich, ob nun begründet oder nicht, damals selbst in Psychotherapie, und am Montag hatte ich meinen regelmäßigen Termin. Diese Termine gestalteten sich so, dass ich zu Beginn darüber redete, was mich die letzte Woche bewegt und beeinflusst hatte, und so erzählte ich von Nicole und vom vertanen Wochenende.

Zu meiner großen Überraschung hatte diese Erzählung meine Therapeutin sehr hellhörig gemacht, und sie reagierte anders als sonst: "Also, das hat jetzt mit unseren Sitzungen nichts zu tun", sagte sie, "aber das klingt gar nicht gut. Hat Ihre Partnerin denn keine Supervision?"

"Nicht dass ich wüsste", antwortete ich.

Supervision bedeutete, einfach ausgedrückt, dass Therapierende sich regelmäßig selbst coachen ließen, um mit den an sie gestellten Anforderungen besser klar zu kommen und die professionelle Distanz zu wahren. Regelmäßige Supervision war bei so gut wie jeder Art von Psychotherapie immens wichtig.

Nun hatte Helena natürlich Vorgesetzte beim Kinder- und Jugendtelefon, aber die hatte sie nicht informiert.

"Ich halte das für sehr gefährlich", sagte meine Therapeutin, "solche Dinge können sehr unangenehm werden.“ „Das Mädchen am Telefon (Teil 3/10)“ weiterlesen

Die Content-Falle

Kennen Sie das auch? Ihr Internetangebot und/oder Ihre App ist nicht so profitabel, wie sie es sein sollte. Obwohl Sie zunehmend mehr und mehr Werbung eingebunden haben, gehen die Einnahmen weiter und weiter zurück.

Ein Team von international renommierten Internet-Marketingexperten unter der Leitung von Prof. Dr. Waschwitz (Lehrstuhl für SEO und Google-Austricksen an der Privatuniversität Unterwieselbach) und der Schirmherrschaft von Edward E. Lorentz (CEO & Gründer von JihAD Inc., dem allergrössten und allererfolgreichsten und allerkrassesten Werbenetzwerk der ganzen weiten Welt) hat nun in einer groß angelegten Studie zweifelsfrei „Die Content-Falle“ weiterlesen

Großes Blogsterben

...oder eher Blog-Zusammenlegung oder wie auch immer man das ausdrücken möchte 😉

Auf jeden Fall habe ich nach eigentlich gar nicht so langer und reiflicher Überlegung beschlossen, all meine Blog-Aktivitäten zusammenzulegen und hier auf Schall und Stille zu konzentrieren.

Will sagen, blog.botanybay.cc und massenbelichtungswaffen.de zeigen ab  jetzt auf dieses Blog hier – und alles was ich in Zukunft noch an Eingebungen zu meiner Musik oder an Fotos in das große weite Internetz entlassen möchte, tue ich an dieser Stelle.

An dieser Stelle würde ich jetzt gerne sagen, ich möchte mich auch bemühen, dies in Zukunft wieder mehr zu tun. Aber da wir hier auf schallundstille.de immer ganz ehrlich sein wollen, muss ich ganz offen und ehrlich „Großes Blogsterben“ weiterlesen

8 Tage

8 Tage in einer kleinen Holzhütte im Weserbergland quasi von der Außenwelt abgeschnitten gelebt (kein Netz, kein Empfang)

8 Tage lang nicht mitbekommen, wie Trump lügt und giftet

8 Tage lang kein Wort von der "AfD"

8 Tage lang nicht in den Statistiken auf Bandcamp verfolgt, wie 0 Personen unser letztes Album kaufen oder auch nur gratis hören

8 Tage lang keine Immobilienangebote durchforstet und/oder mich sonstwie von der Haussuche deprimieren lassen

8 Tage lang mit niemandem geredet, mit dem ich eigentlich nicht reden wollte

8 Tage für niemanden eine Maske aufgesetzt damit nicht bemerkt wird „8 Tage“ weiterlesen

Should I Quit?

In meiner Eigenschaft als Softwareentwickler arbeitete ich vor langer Zeit einmal in einem Unternehmen, in dem alles irrsinnig groß und ambitioniert war, und wo eigentlich auch alles wunderschön hätte sein können. Wenn... tja, wenn ich nicht den Großteil meiner Tage damit zugebracht hätte, von einem Meeting ins nächste Meeting zu wandern und/oder stundenlang den Monologen von Menschen zu lauschen, die nicht arbeiten wollten.

Inspiration

Glücklicherweise entwickelten sich damals in meinem Kopf drei Ziele, die ich aufgrund dieser eigentlich unschönen Situation zusammen unter einen Hut bringen konnte:

1. Ich wollte wissen, ob sich all die unnütze Meeting- und Leuten-beim-Reden-zuhören-Zeit sinnvoll nutzen lässt. Zum Beispiel, um eine kleine App zu programmieren.

2. Ich wollte wissen, welchen Anteil meiner Arbeitszeit ich mit oben genanntem Blödsinn verbringe, und wie das in Relation zu der Arbeitszeit steht, in der ich sinnvoll und konzentriert arbeite.

3. Apple hatte gerade Swift herausgebracht (für die Nicht-Entwickler: eine damals noch neue Programmiersprache, in der alles viel schöner, besser und einfacher hätte werden sollen, aber das ist eine andere Geschichte...), und ich war neugierig und interessiert, ein paar erste Erfahrungen mit Swift zu sammeln. Außerdem gab’s von Apple ein paar schöne neue Technologien (wie z.B. Geofencing, IBDesignables, etc...), die ich gerne einmal ausprobieren wollte, und die in meiner ‘normalen’ Arbeit niemals zum Einsatz gekommen wären (es sei denn, unser Werbedienstleister hätte sich das gewünscht, denn dann hätten wir alles stehen und liegen lassen und es sofort gemacht. Aber das ist nochmal eine andere Geschichte...)

Auf jeden Fall begann ich, bei Meetings und Monologen immer mein Notebook dabei zu haben und mir nebenbei “Notizen” zu machen... nur dass es sich bei diesen Notizen eben in Wirklichkeit um eine neue App namens “Should I Quit?” handelte: Eine Art Timetracking-App, um den Anteil der Arbeitszeit zu ermitteln, den man selbst als sinnvoll erachtete... und dann die Konsequenzen daraus zu ziehen...:

Unnötig zu sagen, das Experiment wurde ein voller Erfolg.

Nach einer Woche hatte ich einen lauffähigen App-Prototypen zusammengeschustert, und nach weiteren drei Wochen hatte ich, unterstützt durch ebendiesen Prototypen, genug Daten gesammelt, um belegen zu können, dass ich 74% meiner Arbeitszeit mit imho unnötigen Dingen verbrachte.

Tja, und dann machte ich mich unter Vergegenwärtigung dieser Tatsache auf die Suche nach einer anderen Betätigung und reichte nach weiteren zwei Monaten meine Kündigung ein.

Gnothi seauton

Fast-Forward in die nicht ganz so entfernte Vergangenheit, Anfang 2018:

Bei meinem aktuellen Arbeitgeber, TAG in Köln (bei dem der Bullshit-Anteil sich gottlob im einstelligen Prozentbereich verliert), veranstalten wir ein kleines Brainstorming, welche kleinen Eigenprojekte wir uns vornehmen könnten.

Ich erinnere mich an “Should I Quit” und mache den Vorschlag, aus dem damals schnell zusammengehackten Prototypen eine richtige App zu machen.

Die AppGuys machen es möglich... greek Mythology meets Work-Life-Balance...
Die AppGuys machen es möglich... greek mythology meets work-life-balance...

Der Vorschlag wird angenommen, und schon bald machen wir uns an die Umsetzung. Von unserem Design-Team kommt die Idee, Inspiration aus der griechischen Mythologie zu schöpfen (wer könnte besser den unnützen Meeting-Wahnsinn repräsentieren, als Sisyphos, der wieder und wieder seinen dämlichen Stein den Berg hinauf rollen muss?); und so werden Prometheus, Sisyphos und Dionysos zu den Hauptfiguren der App... und etliche Gestalten aus dem griechischen Pantheon erteilen nach genug gesammelten Datensätzen mal mehr und mal weniger kryptische Ratschläge.

Die Umsetzung auf Android geht auf das Konto von Anton, unserem damaligen Android-Praktikanten. Und er erledigt diese Aufgabe unter Aufsicht meiner Kollegin Karen so gut und enthusiastisch, dass er nach seinem Praktikum sofort einen Job bei uns bekommt.

Die iOS-Version (man erinnere sich: meine App war nur ein flink zusammengehackter Prototyp) programmiert meine Kollegin Astrid; eigentlich ist sie Android-Entwicklerin, möchte aber gerne über den vielbeschworenen Tellerrand schauen. “Should I Quit?” ist ihr erstes iOS-Projekt, und sie meistert es mit Bravour und wirklich nur ganz minimalster Hilfe meinerseits.

Tja, und jetzt gibt es "Should I Quit" also endlich sowohl bei Apple im AppStore als auch im Google Play Store käuflich zu erwerben.

Google und die Genitalien

Dass sich die Veröffentlichung dann noch so in die Länge zog, liegt einerseits daran, dass wir uns zwischendurch auch noch um andere Projekte kümmern mussten.

Und andererseits liegt es an Google, die sich bei dieser Gelegenheit als päpstlicher als der Papst und Apple zusammen herausstellten, und Anstoß an unserem App Icon nahmen:

Bildschirmfoto 2018-05-23 um 11.37.17

Zu unserer großen Belustigung ließ man uns dieses Icon nicht durchgehen, denn, so der verwirrte PlayStore-Mitarbeiter, es zeigte ja schließlich

[...] Real-life, simulated, or fantasy subjects portrayed with:
Clothing that provides excessively tight, or minimal coverage of breasts, buttocks, or genitalia
Sexually suggestive poses
Disproportionately large breasts, buttocks, or genitals
Breasts, buttocks, or genitals that extend past the border of the icon [...]

Uh oh. Da könnte möglicherweise mit ganz viel Phantasie ein ARSCH zu sehen sein. Oder GENITALIEN!! RIESIGE GENITALIEN!!11!! Oder was weiß ich, was diese armen Review-Menschen in diesem harmlosen Männchen sehen. Auf jeden Fall irgendwas Schlimmes, denn nachdem unser Designer dem Männchen eine Windel(!) verpasst und zur Sicherheit noch die (von Prometheus inspirierte) Wunde schwarz einfärbt...

Bildschirmfoto 2018-05-23 um 11.43.30

...ist das Icon für Google kein Problem mehr.

Was ich als iOS-Entwickler extrem witzig finde, denn Apple, denen man immer gerne nachsagt, dass sie in ihrem Store restriktiv, übervorsichtig, verklemmt und nach Gutsherrenart agieren, hatten an unserem Icon null komma überhaupt gar nichts auszusetzen. Man sieht, Google haben es sich in den Kopf gesetzt, Apple in allen Belangen zu übertrumpfen.

Auf jeden Fall freut es mich festzustellen, dass all die Meetings und Monologe doch nicht umsonst waren... und dass aus meiner Idee von damals nun eine sehr schöne und liebevoll gestaltete App geworden ist, die mit ein bisschen Glück andere Menschen davor bewahrt, in ihrem Job unglücklich zu werden.

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